Europäisches Institut Für Ayurveda Medizin
Ayurveda Kochkurs Ayurveda als Integrativ Medizin

Ayurveda & Burnout Syndrom – ein Thema unserer Zeit

Burnout kommt aus dem Englischen und heißt "ausbrennen". Das so genannte Burnout-Syndrom bezeichnet somit den Zustand des Ausgebranntseins, der mehrere Ebenen, körperliche, seelisch und geistige betrifft. Die Betroffenen fühlen sich völlig erschöpft und ausgebrannt. Stressbedingte Symptome sind die ersten Zeichen. Lange genug nichts unternommen, führen sie zum Burnout.



Volkskrankheit Burnout-Syndrom

Etwa neun Millionen Deutsche, so Schätzungen von Experten, leiden am Burn-out-Syndrom. Das ist fast jeder vierte Erwerbstätige.

Diese psychische Erkrankung tritt bei deutschen Arbeitnehmern inzwischen in einem Ausmaß auf, das auch von der Wirtschaft nicht mehr ignoriert werden kann. Nach einer neuen Analyse sind hierzulande die Krankheitstage wegen eines Burn-out zwischen 2004 und 2010 um fast das Neunfache angestiegen.

Die moderne westliche Medizin untersucht psychische Störungen fast immer nur auf der Ebene der Psyche; man sucht nach traumatischen und belastenden Erlebnissen. Der ganzheitlichen Ansatz der Krankheit kann durch die Sichtweise der westlichen Medizin nicht richtig verstanden werden..

Die ganzheitliche Betrachtungsweise und das Behandlungskonzept der Ayurveda Medizin


Ayurveda beschreibt, dass unser Denken und Fühlen unser Handeln bestimmt. So bestimmt unser Denken und Fühlen auch, ob wir gesund oder krank sind, bzw. ob wir glücklich oder unglücklich sind. Viele Aspekte prägen unsere Persönlichkeit und das Wohlbefinden. Neben Erziehung, Bildung und frühkindlichen Erfahrungen im familiären Umfeld geht der größte Einfluss für unsere Charakterbildung laut Ayurveda von der körperlichen und mentalen Konstitution aus.

Nach Ayurveda liegt die Grundkonstitution bzw. das genetische Profile im menschlichen Körper bereits im Mutterbauch vor der Geburt fest und entscheidet die Konstitution jedes Einzelnen.

Die Prägungen der Grundkonstitution des Einzelnen (Deha,-Prakrti,-Physikalische Körper), welche durch Vata, Pitta und Kapha, die drei Doshas, so wie die mentale Konstitution (Manas,-Prakrti,-Feinstoffige Körper) durch Tri- Gunas durch unterschiedliche Konstellation gebildet werden, ist unveränderbar.

Diese innere biologische Intelligenz ist das grundlegende psychophysiologische Steuerungsprinzipien für alle Funktionen in Körper und Geist, denn das körperliche und mentale Immunsystem reagiert typgerecht auf Überforderung und Stress nach eigener Konstitution bzw. genetischem Profil - Prakriti und ist somit auf unterschiedlichen Ebenen angreifbar. Nach Ayurveda können psychische Störungen von vielen unterschiedlichen Faktoren, wie die Ernährungsweise, Verdauung, Ansammlung von Toxinen, Stress und die Art und Häufigkeit körperlicher Bewegung sowie allgemein die Lebensweise ausgelöst werden. Burnout hat als ein komplexes Syndrom unterschiedliche Entstehungsgeschichten und Ausprägungen. Die verschiedene Gründe und Ursachen für die Symptome sind von Person zu Person sehr unterschiedlich.

Da Ayurveda keine krankheitsorienterte Wissenschaft ist, sondern eher eine patienentorientiert Wissenschaft ist, wendet Ayurveda die Aufmerksamkeit mehr den Ungleichgewichten in den Dosha des Individiums zu.

Ayurveda legt grossen Wert auf das Erkennen biochemischer Ungleichgewichte im Körper (Vata-Pitta-Kapha), die psychische Probleme mit verursachen können. Schlechte Ernährung, geschwächte Verdauung und blockierte Ausscheidung kann derartige biochemische Verschiebungen hervorrufen und aufrecht erhalten.

Wenn Vata aus dem Gleichgewicht ist, wird man anfälliger für Ängste, übertriebene Sorgen, geistige Instabilität und auch Schlafstörungen. Ist Pitta gestört, neigt das Individuum mehr zu Gereiztheit, Ärger und Zorn. Ist Kapha unausgewogen, kann das zu Lethargie, Schwermütigkeit bis hin zur Depression beitragen.

Möglichkeiten der ayurvedischen Medizin

Ayurveda eignet sich aufgrund seiner individuellen und ganzheitlichen Herangehensweise auch ausgesprochen gut für die Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen, Burnout-Syndrom und chronischen Erschöpfungszuständen. Grundlage einer ayurvedischen Therapie ist die umfassende Betrachtung (pariksha-Ananmnese), d.h. die Einbeziehung aller Faktoren in die Diagnose und Therapie.

Grundsätzlich Ayurveda bietet einander ergänzende Therapieschritte, um Körper und Geist bei einer Erkrankung von der Tiefe her wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dabei gibt es zwei verschiedene Therapiestufen: 


• Shamana Theapie: Bei einer ambulanten ca. einstündigen Konsultation kann bei einem Ayurvedaarzt oder Experten der Gesundheitszustand und evtl. Störungen gründlich ayurvedisch analysiert werden. Dabei der Arzt einige für Sie geeignete Bioenergien ausgleichenden und Kräuterpräparate aus und erläutert Ihnen einige Maßnahmen, die Sie zu Hause unterstützend durchführen können. Die ayurvedische Pflanzenheilkunde nützt natürliche Kräuterpräparate, die darauf abstimmt sind, das Problem von psychischen Verstimmungen sowie auch die ihnen zugrunde liegenden Ursachen / Dosha-Ungleichgewichte ganzheitlich zu therapieren

• Sodhana Therapie - Panchakarma-Reinigungskur: Die wirksamsten Behandlungen, um Toxine zu beseitigen und die Zirkulationskanäle zu öffnen und Psyche und Körper dabei gleichzeitig tief zu entspannen, ist Panchakarma, die klassische, ayurvedische Reinigungskur. Diese besteht in der Regel aus einer intensiven Mobilisierung fettlöslicher Toxine, mit deren anschließender Ausscheidung, der sogenannten Vorkur. Darauf folgen die intensiven, systematisch aufeinander aufbauenden Anwendungen der Hauptbehandlungstage, die Sie täglich etwa zwei bis drei Stunden genießen können.
 
 
 
 
 


 

Burnout gilt heute als ernste Krankheit Inzwischen weiß man, dass man in allen Berufen "ausbrennen" kann.

Dr. Sunil Kaura Ayurveda Arzt bei EIFAM